Borbyer Gilde e.V. ++++Design by WebWeaver-Design - Eckernförde / Schleswig-Holstein++++
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Die Gründung der Borbyer Gilde erfolgte wahrscheinlich im 17.Jahrhundert. Nachweislich lässt sich das Gildegeschehen bis zum Jahre 1746 zurückverfolgen. Bis in die heutige Zeit wurde der Zweck ihrer Gründung, nämlich materielle Hilfen bei Knochenbrüchen und Todesfällen zu geben, erhalten.
Die Borbyer Gilde dürfte mit der Mitgliederzahl von 1.312 in ihrer Art die größte Gilde Schleswig-Holsteins sein.
Jeder, der das 15. Lebensjahr vollendet hat und in Borby geboren ist oder dort wohnt, kann beitreten.
Natürlich auch Butenborbyer. Der Beitrag ist mäßig.
Die Mitglieder kommen überwiegend aus dem bis 1934 selbständigen Dorf Borby, aber auch aus Eckernförde, den Randgemeinden, sowie aus weiteren Kreisen und Gemeinden Schleswig-Holsteins und anderen Bundesländern.

Dass sie Borbyer sind, darauf legen sie viel Wert und sind sehr stolz darauf. Noch bis zum Jahre 1964 weigerte sich die Gilde über die Holzbrücke nach Eckernförde zum Empfang auf das Rathaus zu kommen. Auch jetzt geht es nicht über die Brücke, sondern per Bus zum Rathaus und danach mit den Gästen von der Stadt wieder mit dem Bus zurück in das heimatliche Borby.
Die Gildefeier beginnt eine Woche nach Pfingsten. Die sogenannten 3 tollen Tage in Borby.
Einer der Höhepunkte ist der Gildesamstag, an diesem Tag wird die Königswürde ausgeschossen.
Ein weiterer Höhepunkt ist seit den Gildefeierlichkeiten 2001 das neu ins Leben gerufene Kinderfest am Gildesonntag. Der Gildesamstag ist ein sehr langer Tag. In aller Herrgottsfrühe marschiert die Gilde und die TuS Eckernförde zum Wecken in Borby herum. Dann werden der Fahnenschwenker, die Majestät, sowie der Ältermann mit den Vertretern der Stadt abgeholt. Um 11:30 Uhr beginnt das Schießen auf dem Schießplatz an der Letzten Pappel. Gegen 18:30 Uhr, wenn der König ausgeschossen worden ist, marschiert die Gilde mit ihrer neuen Majestät, die von den beiden Juchfruun eingerahmt ist, zusammen mit einigen Honoratioren der Stadt durch die von jubelnden Bürgern gesäumten Straßen zur Wohnung des Königs. Danach geht es zum Lindenhof, dem Gildelokal. Abgerundet wird der Abend im Festzelt, das auf dem Schulhof der Richard-Vosgerau Schule aufgebaut worden ist.
Der Sonntag gehört den Kindern. Sie haben einen eigenen Umzug, der durch die Straßen von Altborby führt. Der Weg führt sie durch die Norderstraße zum alten Pastorat, wo sie von einem der Borbyer Pastoren begrüßt werden. Zuvor finden zahlreiche Spiele und Wettkämpfe auf dem Sportplatz der Richard-Vosgerau Schule statt. Ab ca. 14.45 Uhr wird das Kinderkönigspaar ausgerufen.
Historischer Hintergrund Teil I